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Informationen für Besucher
(Die unten aufgeführten Nummern
entsprechen den in der Landkarte angegebenen
Zahlen.)
1
Alte Privathäuser (Von
der japanischen Regierung als wichtige, unter Denkmalschutz stehende
Gebäude erklärt)
Das ursprüngliche Dorf steht immer noch auf der Ostseite des
Miyagawa-Flusses, der Takayama in zwei Teile trennt; in der Dorfmitte
liegt Sanmachi mit seinen vielen authentischen Häusern der
Edo-Zeit. Die geschichtsträchtige Atmosphäre des Takayama-Burgdorfes
ist überall zu spüren; Sake-Brauereien und Reihen von
Kaufmannshäusern mit vergitterten Erkerfenstern sind immer
noch zu sehen. Dieses Viertel wurde von der japanischen Regierung
als wichtige traditionelle Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
2
Das historische Regierungshaus (Nationale Sehenswürdigkeit)
Dies war eines der herrschaftlichen Wohnhäuser von Lord Kanamori
des Takayama-Schlosses. Nach dem Ende der Kanamori-Dynastie übernahm
das Tokugawa-Shogunat die Kontrolle der Region, wonach Präfektur-
und Distrikt-Gouverneure das Gebäude als Büro für
ihre Regierungsgeschäfte in Hida benutzten. Das Gebäude
wurde Takayama Jinya genannt, und diente als Ausgangspunkt für
offizielle Proklamationen und zum Einzug von Steuern. Nach Beginn
der Meiji-Ära wurde es erneut als Distrikt-Verwaltung von der
Präfektur, dem Staat und lokalen Regierungsvertretern benutzt.
Takayama Jinya ist das einzige noch verbliebene Gebäude dieser
Art in ganz Japan.
3
Frühmärkte
Dieser Marktplatz hatte seinen Anfang in der Edo-Periode (vor ungefähr
200 Jahren), als hier mit Reis, Maulbeersträuchern und Blumen
gehandelt wurde; in der Mitte der Meiji-Periode (vor ungefähr
100 Jahren) brachten Bauernfrauen auch Gemüse zum Verkauf,
und der Handelsplatz wurde unter dem Namen 'Frühmarkt' bekannt.
Heutzutage herrscht noch reger Betrieb an zwei verschiedenen Stellen
- dem Jinyamae-Frühmarkt und dem Miyagawa-Frühmarkt. Frisches
Obst, Gemüse, Blumen usw. sind während des ganzen Jahres
erhältlich (im Sommer von 6:00 - 12:00 Uhr, im Winter von 7:00
- 12:00 Uhr).
4
Shorenji · Dr. Fukurai-Ehrenhalle
Shirakawagou - bekannt für seinen Baustil und den überhängenden
Dachtraufen - war die Heimat des Shorenji, angeblich der älteste
Tempel der Jodo Shinshu-Sekte. Das Gebäude wurde von dort an
das Außenwerk des Schlosses Takayama transportiert. Die Haupthalle,
die während der Eisho-Zeit errichtet wurde (vor ungefähr
500 Jahren), wurde der Überlieferung nach aus einer einzigen
riesigen Zeder erbaut. Die leicht geschwungene Dachlinie ist typisch
für die Eleganz der Muromachi-Architektur. In der Nähe
befindet sich die Dr. Fukurai-Ehrenhalle, die dem bekannten Spiritisten
gewidmet ist.
5
Kusakabe-Volksmuseum (Wichtiges Nationales Kulturgut)
Dieses Gebäude wurde im Meiji-Jahr 12 (1879) erbaut. Die Dachtraufen
sind niedrig, breit und würdevoll, und weisen auf Handwerker
hin, die aus der Schneelandschaft in den Bergen kamen. Das Haus
ist solide konstruiert, mit sich überlappenden Dachtraufen,
und wurde zusammen mit dem danebenstehenden Yoshijima-Haus als erstes
in die Liste der wichtigen Nationalen Kulturgüter aufgenommen.
Mit der präzise ausgeführten Balkenkonstruktion und der
Schönheit der weiten Räume über einem gestampften
Lehmboden ist es ein Musterbeispiel für die Architektur dieser
Zeit.
6
Yoshijima-Haus (Wichtiges Nationales Kulturgut)
Dieses Gebäude wurde im Meiji-Jahr 41 (1908) erbaut. Unter
den Dachtraufen hing eine riesige 'sakabayashi' (Kugel aus geflochtenen
Zedernzweigen), die das Gebäude als Sake-Brauerei kennzeichnete.
Die ganze Schönheit des Holzes zeigt sich in den Stützpfosten
und getäfelten Türen, sowie in der Wendeltreppe, die sich
um den Hauptpfeiler in der Gebäudemitte windet. Die Treppe
ist aus Querbalken (horizontale Verstärkungen) und Pfeilern
(senkrecht zu den Querbalken) konstruiert, und das durch das obere
Fenster einfallende Sonnenlicht spiegelt sich spielerisch in den
Holzpfeilern und der Türtäfelung.
Im Gegensatz zu der eher maskulinen Architektur
des Kusakabe-Hauses ist das Yoshijima-Haus eine Struktur, bei der
weiche Linien und weibliche Schönheit zum Ausdruck kommen -
der Schwerpunkt der ganzen Anlage liegt auf Empfindsamkeit und Zartheit.
7
Ausstellungshalle der Festwagen
Die Ausstellungshalle der Festwagen befindet sich in Sakurayamahachiman,
und beherbergt 11 Festwagen, die für das Takayama-Festival
verwendet werden. Diese Wagen werden turnusmäßig dreimal
im Jahr (März, Juli und November) eingesetzt, wobei jedesmal
vier der Fahrzeuge an der Prozession teilnehmen. In der Halle werden
von einer Tempeldienerin geführte Besichtigungen angeboten.
8
Higashiyama-Tempelanlage · Higashiyama-Wanderweg
Am oberen Ende der Yasukawa-Straße befindet sich die Higashiyama-Tempelanlage,
in der eine ruhige und friedliche Atmosphäre vorherrscht. Diese
Anlage wurde von Lord Kanamori Nagachika bei der Gründung der
Burgstadt im Kyoto-Stil begonnen. Er erbaute mehrere Tempel im etwas
höher liegenden Hügelgelände des östlichen Stadtbereichs.
In dieser Anlage sind nicht nur die Tempel von historischem Wert,
sondern sie stellen auch eine Reihe von kulturellen Schätzen
dar, die von der Präfektur und der Stadt gepflegt werden.
Der Higashiyama-Wanderweg beginnt an der Higashiyama-Tempelanlage
und verläuft über eine Strecke von 3,5 km bis zum Shiroyama-Park.
9
Takayama-Heimatmuseum
Die Einwohner von Takayama sind für ihren eleganten und gehobenen Lebensstil bekannt, der auf den besten Vorzügen der alten Kyoto-und Edo-Kultur beruht. Um die kulturellen Werte zu pflegen und zu erhalten, wurde ein Dozo (feuersicherer Speicher) einer alten, angesehenen Familie in ein Museum umgewandelt, das einen reichen Schatz an historischen Daten und wertvollen Artefakten enthält und uns einen Einblick in die Lebensweise der Bürger und Händler Takayamas bietet.
10
Staatlich geförderte Tempel der Nara-Zeit (Nationale Sehenswürdigkeit und wichtiges Nationales Kulturgut)
In der Umgebung dieser 'Dreistöckigen Pagode' steht ein über
1200 Jahre alter, riesiger Gingko-Baum, sowie das Glockenturm-Eingangstor,
das aus der Takayama-Burg stammt und nach hier transportiert wurde.
Der Grundstein zur Pagode wurde vor mehr als 1200 Jahren gelegt.
Die Haupthalle des Tempels - in der Muromachi-Ära (vor ungefähr
500 Jahren) erbaut - ist das älteste Gebäude der Stadt,
und gilt als Musterbeispiel für den Baustil der ehrwürdigen
Tempel in Hida.
11
Löwen-Halle
Dieses Museum beherbergt nicht nur über 800 aus ganz Japan gesammelte wichtige materielle Volkskulturgüter, wie z. B. Löwentanzmasken, sondern stellt auch eine Vielzahl von Gegenständen für lokale Feste, Gebrauchsgegenstände aus der ländlichen Umgebung sowie Kunsthandwerksprodukte. Im Aufführungsbereich können Sie eine Darbietung von Karakuri-Puppen sehen.
12
Hirata Volkskunstmuseum
Das Hirata-Wohnhaus ist ein geschichtsträchtiges Gebäude, was der die Tür schmückende und mit dem Handelsnamen „Utsuboya“ gefärbte Vorhang zeigt. Über zehn Generationen lang war es Sitz eines der traditionellen Unternehmen Takayamas. Im Inneren des Museums können Sie mehr über die Geschichte dieses Handelshauses erfahren, traditionelle Haushaltswaren sehen und die über viele Jahre gesammelten Kunstwerke bewundern.
13
Hida Archäologiemuseum
Dies war das Wohnhaus des Arztes des Daimyo, angestellt von der Kanamori-Familie, den Feudalherren des Schlosses Takayama. In diesem Gebäude im Stil eines Samurai-Wohnhauses aus der Zeit des Bürgerkrieges (um das 16. Jahrhundert) können Sie solche Merkmale wie eine hängende Decke, verborgene Eingänge und einen versteckten Tunnel sehen, der zu einem Brunnen führt. Historische und archäologische Gegenstände aus dem Hida-Gebiet sind im Lagerhaus ausgestellt.
14
Fujii Volksmuseum
Dieses Lagerhaus, das gänzlich aus japanischer Zypresse im Edo Manryu-Stil gebaut ist, beherbergt eine Sammlung von 2.500 historischen Kunst- und Handwerksgegenständen, die von Dr. Fujii, einem Bürger Takayamas, zusammengetragen wurden. Von besonderer Bedeutung sind ein Satz Hina-Puppen (für das Puppenfest im März), die vor über 270 Jahren als „Kyoho Hina“ (frühes 18. Jahrhundert) hergestellt wurden, sowie von Künstlern wie Taikan Yokoyama und dem Zen-Mönch Ikkyu bemalte Schriftrollen.
15
Gedächtnishalle der Stadt Takayama
Dieses Gebäude mit Blick auf die Altstadt (die ehemaligen Viertel Ichinomachi, Ninomachi und Sannomachi) beherbergte von 1895 bis 1968 (28. Jahr der Meiji-Zeit – 43. Jahr der Showa-Zeit) die Stadtämter. Es wurde mit feinster japanischer Zypresse gebaut und weist zahlreiche Glasschiebetüren auf, die aus der Zeit stammen, als Glas erstmalig in Takayama eingeführt wurde.
16
Hida Takayama Shunkei-Halle
Dieses Museum beherbergt über 1.000 wunderschöne Stücke traditioneller hell gefärbter Hida Takayama-Lackware, die als Shunkei-Lackware bekannt ist. Die Stücke sind mit einem sukeurushi genannten transparenten Lack überzogen und stammen aus der Edo-Zeit über Meiji-, Taisho- und Showa-Zeit bis hin zur Gegenwart. Eine leicht verständliche Einführung in die Herstellungsprozesse dieser wunderschönen Lackware wird angeboten.
17
Hida-Takayama-Kunstmuseum
Dieses Museum enthält eine bemerkenswerte Sammlung von Glaskunst
und Art Nouveau mit europäischer Stilrichtung. Der Höhepunkt
ist ein aus Glas gefertigter Brunnen der Champs Elysée. Das
Museum ist mit einem Freiluft-Café und einem Geschenkladen
ausgestattet, in dem Original-Kunstwerke zum Verkauf angeboten werden.
Die landschaftliche Schönheit der Parkanlage und das Bergpanorama
der japanischen Nordalpen sind außergewöhnlich.
18
Hida Takayama Teddybär-Ökodorf
Ein allseits beliebtes Museum, das Besucher jeden Alters begeistert. Unter dem Thema „Ökologie“ beherbergt das 140 Jahre alte traditionelle Gebäude im Gasshozukuri-Stil mit steilem Reetdach eine Sammlung von 1.000 Bären aus aller Welt.
19
Wald der Sieben Glücksgötter
Schlichte Statuen, welche die „Sieben Glücksgötter“ darstellen, stehen in Reihen von Reisvorratshäusern, die vor langer Zeit während der Edo-Zeit gebaut wurden. Das als „Wasser des Glücks und Wohlstands“ bekannte Quellwasser, das aus dem inneren Allerheiligsten des Shinsengu-Schreins in einem 7.000 Quadratmeter großen Wald entspringt, wird jedem der Glücksgötter dargeboten. Shinsen bedeutet „Götterquelle“, und der Sage nach trat das Quellwasser zum ersten Mal am 1700. Tag nach den Offenbarungen der Götter zu Tage.
20
Hida-Museumsdorf
Ein ungefähr 99.000 Quadratmeter großes Areal enthält
Häuser mit Steil- und Schilfdächern; es bildet das Herzstück
dieses Museumsdorfs, und besteht aus 30 Gebäuden im historischen
Hida-Stil (einschließlich Nationaler Kulturgüter). In
jedem Haus sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs ausgestellt
(was wir jetzt als Volkskunst bezeichnen), und die uns das Leben
und die Kultur der Berg- und Bauerndörfer in anschaulicher
Weise näherbringen. Vorführungen von traditionellen Fertigkeiten,
wie zum Beispiel Hida-Keramikarbeiten, Weben und Färben werden
in den Kunsthandwerk-Zentren angeboten. Außerdem kann man
in den Kunsthandwerks-Schulen sein Talent für Hida-Handarbeiten,
wie zum Beispiel Strohflechten und Sashiko-Steppnähen, entdecken.
21
Hida Takayama-Festival-Wald und Wald der Teezeremonie
Das
Takayama-Festivalmuseum, die erste Untergrundkonstruktion in Japan,
beheimatet sechs im Jahre Heisei 3 (1991) errichtete Festivalstände
und die größte Trommel der Welt. Der in der Nähe
liegende Wald der Natur ist eine natürliche Zuflucht, in der
Sie ungewöhnliche Schmetterlinge, aus verschiedenen Teilen
der Welt gesammelte Fossilien sowie viele andere Aspekte der Natur
genießen können. Besonders zu erwähnen ist Gifucho,
eine spezielle Art von Schmetterlingen (zoologische Bezeichnung: Luehdorfia japonica). In dem neu angelegten Wald der Teezeremonie
sind hochwertige Artikel ausgestellt, die von den Wächtern
wichtiger Kulturgüter kreiert wurden und auch als ”Lebende
Nationale Schätze” bezeichnet werden. Ausgestellt werden
auch Arbeiten von Töpfern und Künstlern, die eine Vielzahl
von verschiedenen Kunstwerken kreiert haben. Sie können diese
feinen Kunstwerke bei einer Tasse Tee bestaunen.
22
Eichhörnchenwald, Felder und Bergblumengarten
Hier können Sie solche Tiere wie das Hokkaido-Eichhörnchen und das Streifenhörnchen sehen. Genießen Sie auf einem Spaziergang durch die Berge die Natur von ihrer besten Seite.
23
Thermalbaddorf Oku Hida
Die
kollektive Bezeichnung ”Thermalbaddorf Oku Hida” umfasst
acht verstreut gelegene Kurorte. Unmittelbar unter den Nördlichen
Alpen gelegen, sind die ”Shin-Hotaka Hot Springs” von
üppiger Natur höchster Ebene umgeben. In der Mitte des
Dorfes liegen die ”Tochio Hot Springs”, die eine vertraute
Atmosphäre ausstrahlen. Inmitten von Oku Hida erfreuen sich
die ”Shinhirayu Hot Springs” großer Beliebtheit.
Die ”Fukuji Hot Springs” weisen dagegen eine retrospektive
und nostalgische Atmosphäre auf. Ein Hauch von Eleganz kann
den ”Hirayu Hot Springs” wirklich nicht abgesprochen
werden, können diese Thermalquellen doch auf eine lange Geschichte
des Wohlstandes zurückblicken. In diesem Gebiet können
Sie die klare Luft mit Ihrer Haut fühlen, dem Murmeln der unzähligen
Flüsse zuhören, und Ihre Arme und Beine zur Entspannung
in einem weit offenen Luftbad voll ausstrecken.
24
Nördliche Alpen und Shinhotaka Seilbahn (Bergsteigen,
Seilbahnfahrt)
Das
am nächsten zu dem Berg Yarigatake (Höhe 3.180 Meter)
und dem Berg Hotaka (Höhe 3.190 Meter) gelegene Observatorium
wird über die erste zweistöckige Gondel Japans erreicht,
wobei Sie die Wolkendecke in einer Höhe von etwa 2.200 Meter
über dem Meeresspiegel durchbrechen. Dort können Sie das
sich ausbreitende Panorama der Nördlichen Alpen voll genießen.
25
Oku Hida Bärenpark
Erleben Sie eine Bärenaufführung mit asiatischen Schwarzbären. Sie können die Bären auch selbst füttern und ihre amüsanten Gesten beobachten, wenn sie um Futter betteln.
26
Großer Hirayu-Wasserfall
Dieser Wasserfall ist ein Höhepunkt der Region: mit einer Fallhöhe von 64 Metern ist er unter den 100 höchsten Wasserfällen Japans vertreten und zählt zu den drei schönsten Wasserfällen in Hida. Im Winter wird die riesige Eissäule des Wasserfalls für das Eisfest „Hirayu Grand Waterfalls“ mit blauen Lichtern angestrahlt.
27
Große Hida-Tropfsteinhöhle
Die Große Hida-Tropfsteinhöhle ist eine fantastische Kaverne, die sich 800 m unter einem wunderschönen Wasserfall öffnet. Dies ist der einzige Ort in ganz Japan, an dem man die delikaten fingerähnlichen Heliktit-Tropfsteinformationen sehen kann. Im nahe gelegenen Ohashi-Museum kann man außerdem die reguläre Ausstellung von etwa 1000 weltberühmten Kunstwerken, Handarbeiten und Verzierungen bestaunen.
28
Bergmassiv Norikura und Norikura-Skyline
Dieses
aus 23 Höhenzügen, sieben Seen und acht Ebenen bestehende
Hochland wird kollektiv als Bergmassiv Norikura bezeichnet. Mit
3.026 Metern stellt der Berg Kengamine die höchste Spitze dieses
Massivs dar. Sie können entlang der mit Norikura-Skyline bezeichneten
Hochstraße bis zu einer Höhe von 2.700 Metern ohne Stopp
auf diesen Berg fahren.
29
Goshikigahara-Plateau
Auch
das Goshikigahara-Plateau können Sie besteigen, wo Sie einen
unberührten Wald finden werden. Um an einer der vielen organisierten
Touren teilzunehmen, ist eine Reservierung erforderlich. Begleitet
von einem gebührenpflichtigen akustischen Sprachführer,
können Sie den Wanderwegen durch den Wald folgen, während
Sie Informationen über die Pflanzenwelt und andere natürliche Merkmalen Ihrer Umgebung empfangen. Zwei Optionen stehen zur Verfügung:
die ”Japanische Serau-Tour” mit Besichtigung hauptsächlich
von Wasserfällen und die ”Veitch’s Silberföhrentour”,
bei der Sie verschiedene Teiche besichtigen können. Dröhnende
Wasserfälle erscheinen plötzlich in der Mitte des Waldes,
wogegen die durch das Schmelzwasser des Bergmassivs Norikura geformten,
spiegelglatten Teiche extreme Ruhe ausstrahlen und den blauen Himmel
sowie die grünen Bäume reflektieren und damit die Besucher
entzücken.
30
Honoki-daira Kosmosgarten
Etwa acht Millionen Kosmosblumen blühen auf der vier Hektar großen Fläche des „Honoki Daira“ Wintersportgebietes – so werden die Skipisten außerhalb der Saison optimal ausgenutzt. Ein Besuch des Kosmos-Blumenfests lohnt sich, denn hier kann die ganze Familie einen Spiele-Wettbewerb, Straßenkünstler, einen Markt, Hida-Rinderspießbraten und vieles mehr genießen. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Ende August bis Mitte September.
31
Utsue Achtundvierzig Wasserfälle
Umgeben
von erfrischendem Grün, stürzen sich die Wasserfälle
in Kaskaden in die Tiefe und formen einen weißen Schleier.
Unzählige Wasserfälle – von winzigen bis zu riesigen
– machen die Achtundvierzig Wasserfälle von Utsue (Seehöhe
800 bis 900 Meter) aus und erfrischen das Gemüt und die Herzen
der Besucher. Ein Wanderpfad führt an den Wasserfällen
vorbei. An dem in der Mitte liegenden Observatorium können
Sie einen unvergesslichen Ausblick auf die Nördlichen Alpen
genießen.
32
Ankokuji-Tempel
Dies
ist der berühmte Tempel der Myoshinji-Schule der Rinzai-Sekte.
Die hauptsächliche Anbetung richtet sich hier auf den Shakyamuni
Tathagata, und es ist überliefert, dass dieser Tempel in der
ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Das
Haus der heiligen Schriften dieses Tempels ist der einzige Nationalschatz
von Hida. Das achteckige drehende Büchergestell im Inneren
dieses Hauses ist die wohl älteste Ausführung dieser Art
in Japan.
33
Okura-Wasserfall
Der Okura-Wasserfall liegt in dem Naturpark der Präfektur.
Die Wanderwege erlauben Ihnen die Besichtigung hunderter kleiner
Wasserfälle. Am Fuße des Berges finden Sie Restaurants,
in welchen Sie aus örtlich geerntetem Buchweizen hergestellte
Soba (ein japanisches Nudelgericht) genießen können,
und ganzjährig geöffnete Pensionen.
34
Hida Kiyomi Lavendelgarten
Hida Kiyomi-Lavendel erweckt Gefühle des Frühsommers. Wenn die schönen violetten Blumen in voller Blüte stehen, wird das Gebiet mit sanftem Lavenderduft erfüllt, welcher eine ruhige, entspannende Wirkung hat. Der 7.500 Quadratmeter große Garten weist ungefähr 7.500 Lavendelbüsche auf. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Ende Juni bis Anfang Juli.
35
Shokawa-Kirschbaum
Obwohl
er etwa 450 Jahre alt ist, steht dieser Kirschbaum robust neben
dem Observatorium Nakano an der Nationalstraße 156 in der
Nähe des Miboro-Damms. Dieser Kirschbaum kann eine Geschichte
erzählen, wurde er doch während der Konstruktionsarbeiten
für den Bau des Dammes von seinem ursprünglichen Ort an
diese Stelle verpflanzt. In voller Blüte steht er spät
im April und früh im Mai jedes Jahres, als ob er sich nach
seiner alten Heimat sehnt.
36
Garyu-Kirschbaum
Als staatliches Naturmonument bezeichnet, wurde der Garyu-Kirschbaum
(was wörtlich übersetzt etwa ”Kirschbaum des liegenden
Drachens” bedeutet) so benannt, da er einem am Boden liegenden
Drachen ähnelt. Mehr als 1.100 Jahre alt, mit bis zu 30 Meter
langen Ästen und einer Höhe von etwa 20 Metern, stellt
dieser Kirschbaum ein spektakuläres Beispiel für den Edohigan-Kirschbaum
(botanische Bezeichnung: Prunus pendula form, ascendes), dem Symbol
Japans, dar.
37
Donosora-Ruinen (Jomon-Ruinen)
Die Ruinen einer Niederlassung aus der frühen bis mittleren
Periode der Jomon-Ära (vor etwa 8.000 Jahren) haben überlebt,
wurden restauriert und für die Öffentlichkeit zugängig
gemacht. In dem in der Nähe gelegenen Geschichts- und Volkskunde-Informationszentrum
finden Sie Vermessungsberichte, Ausgrabungsunterlagen und andere
Artikel aus diesen Ruinen.
38
Arkopia Sonnenblumengarten
Wenn der Sommer kommt, blühen über 200.000 Sonnenblumen auf den „Arkopia“-Skipisten. Ein Markt, ein Sonnenblumen-Mal- und -Fotowettbewerb werden während der Saison abgehalten. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Anfang bis Mitte August.
39
Gefrorener Wald
Während des Winters besprüht der Besitzer des Thermalbad-Ryokan „Akigami“ eine vier Hektar große Fläche von Bergbäumen mit kaltem Quellwasser. Tagsüber schimmern die Bäume blau, nachts werden sie zum Entzücken der Besucher zu einem gefrorenen Waldkunstwerk in sieben verschiedenen Farben angeleuchtet.
40
Nomugi-Pass
Etwa
1.672 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, befindet sich dieser
Pass an der früheren Grenze zwischen den Präfekturen Hida
und Shinshu. Die über diesen Pass führende Straße
der Edo-Periode war eine wichtige Handelsroute, welche Hida und
Edo seit alter Zeit verband; sie war so wichtig, dass sie als Kamakura-
oder Edo-Landstraße bezeichnet wurde. Auf dieser Straße
wurden auch die Gelbschwanz-Thunfischfänge aus der Präfektur
Toyama in die Präfektur Shinshu transportiert, was dieser Straße
auch den Spitznamen ”Gelbschwanz-Landstraße” einbrachte.
In den Meiji- und Taisho-Ären überquerten viele junge
Frauen aus Hida diesen Pass, um in die Seidenspinnereien in der
Präfektur Nagano zu gelangen. Diese Geschichte wurde in einer
Novelle beschrieben und wurde später zu einem Spielfilm gemacht.
Der Nomugi-Pass ist nun landesweit als ”Pass der traurigen
Geschichte berufstätiger Frauen” bekannt.
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