|

Klima

Takayama City
|
Hida liegt in der Präfektur
Gifu, fast im geographischen Mittelpunkt der japanischen Inselgruppe.
Schmale Täler winden sich zwischen zahllosen steilen Bergflanken,
unterbrochen von kleinen Dörfern.
An der breitesten Stelle eines dieser Täler liegt das Takayama-Becken.
Eine klimatische Besonderheit ist der starke Temperatur-Unterschied
zwischen Tag und Nacht im Winter. Häufige starke Schneefälle
tragen zu den sehr niedrigen Temperaturen bei - Werte von 15 Grad
unter Null sind durchaus nicht selten. An Sommertagen dagegen sorgen
die strahlende Sonne und niedrige Luftfeuchtigkeit für erfrischende
Bedingungen. Für die kühlen Nächte ist jedoch immer
eine warme Decke (futon) erforderlich. Das Panorama der 3000-Meter-Berge
rund um die Stadt ist eindrucksvoll - Norikuradake, Hotakadake und
Yarigatake im Osten, Hakusan im Westen, und Ontakesan im Süden
wachen über die Stadt.
Geschichte

Kanamori Nagachika-Denkmal |

Die Takayama-Burg |
Aus der Jomon-Zeit (vor ungefähr 8000 Jahren)
sind noch mehrere Ruinen und Objekte erhalten, die unsere Phantasie
für das Leben in grauer Vorzeit beflügeln.
Vor ungefähr 1350 Jahren bestimmten die damaligen Taika-Herrscher,
den Bergbewohnern eine Steuer abzuverlangen. Da aber Hida tief in
den Bergen lag und die zum Abführen der Steuer erforderlichen
Güter - Reis, Nutzpflanzen und Textilien - fast kaum vorhanden
waren, mussten die Einwohner in der Hauptstadt zwischen 250 und
300 Tage im Jahr Arbeitsdienst leisten. Zimmerleute für den
Bau von Palästen, Stadttoren und Tempel kamen aus der Umgebung,
davon allein aus Hida ungefähr 100 Handwerker, die einige bemerkenswerte
Bauwerke schufen. Allerdings ist überliefert, dass einigen
dieser Handwerker die Fronarbeit zu schwer wurde und sie das Gebiet
verließen. Die Baumeister der berühmtesten Tempel in
der Umgebung stammten überwiegend aus Hida. Auch der bekannteste
Tempel in Hida - Sanbutuji - ist ein Zeugnis für den hohen
Standard der Hida-Kunsthandwerker. Die Geschicklichkeit der einheimischen
Künstler bildet auch heute noch die Grundlage des traditionellen
Handwerks und der Künste in diesem Gebiet.
Am Ende der Muromachi-Ära (vor ungefähr 450 Jahren) ließ
Takayama Geki eine Burg auf dem Tenjinyama bauen (jetzt unter dem
namen Shiroyama, d.h. 'Schlossberg' bekannt). Aus diesem Grund wurde
das Gebiet in der Nähe von Takayama Gekis Burg von diesem Zeitpunkt
an als 'Takayama' bezeichnet.
1585 wurde das Gebiet Hida von Kanamori Nagachika erobert, der große
Anstrengungen unternahm, die Kultur, die Stadt und die Tempel wieder
zu beleben. Die Kanamori-Ära dauerte 107 Jahre an und hatte
sechs verschiedene Herrscher während dieser Zeit.
Nach dem Ende der Kanamori-Ära stand Hida unter der direkten
Verwaltung des Tokugawa-Shogunats. Die 1695 zerstörte Burg
wurde in das Register der historischen Präfektur-Kulturerben
aufgenommen; der Shiroyama Park ist der Standort dieser berühmten
Burg. Die Zeitspanne vom Ende der Kanamori-Periode bis zum Ende
des Tokugawa-Shogunates von Edo (Tokio) wird als Edo-Periode (1603
bis 1867) bezeichnet. Während dieser Periode war Takayama ein
Vasallenstaat des Tokugawa-Shogunates. Diese Periode war Zeuge einer
großen Umwälzung der japanischen Kultur, die über
Jahrhunderte überliefert wurde und auch heute noch in Takayama
anzutreffen ist. Die Direktverwaltung durch das Shogunat wurde von
25 Gouverneuren ausgeführt und dauerte 177 Jahre; sie überdauerte
sogar die zahllosen Veränderungen, die Meiji-Periode mit sich
brachte (1868). Im Jahre Showa 11 (1936) wurde dann dieses Gebiet
zur Stadt Takayama. Diese Stadt wurde später mit mehreren anderen
Städten und Dörfern vereinigt und im Jahre Heisei 17 (2005)
mit neun weiteren Nachbarstädten und -dörfern zu einer
Stadt zusammengefasst, deren Gebiet größer als Tokio
ist.
In den jüngsten Jahren wurden keine Bemühungen gescheut,
um den alten Charakter der Stadt beizubehalten und ein bequemes
Umfeld auch für alle Senioren und Behinderten in der Bevölkerung
der Stadt zu schaffen, wodurch eine ”hindernisfreie Stadt”
unter dem Motto ”Eine Stadt, in der das Leben bequem ist,
ist auch eine für Touristen freundliche Stadt” geschaffen
wurde. Seit dem Jahre 2001 arbeitet die Stadtverwaltung hart daran,
den Besuchern aus aller Welt höchstmöglichen Komfort zu
bieten, wofür Broschüren, Informationen im Internet, Landkarten
und Straßenzeichen erstellt wurden. Das Ziel dieser Initiativen
ist es, zuverlässiges Referenzmaterial allen Besuchern zur
Verfügung stellen zu können, damit diese die Stadt und
deren historischen sowie traditionellen Attraktionen optimal genießen
können. |