Geschichte

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Geschichte

Aus der Jomon-Zeit (vor ungefähr 8000 Jahren) sind noch mehrere Ruinen und Objekte erhalten, die unsere Phantasie für das Leben in grauer Vorzeit beflügeln.

Vor ungefähr 1350 Jahren bestimmten die damaligen Taika-Herrscher, den Bergbewohnern eine Steuer abzuverlangen. Da aber Hida tief in den Bergen lag und die zum Abführen der Steuer erforderlichen Güter – Reis, Nutzpflanzen und Textilien – fast kaum vorhanden waren, mussten die Einwohner in der Hauptstadt zwischen 250 und 300 Tage im Jahr Arbeitsdienst leisten. Zimmerleute für den Bau von Palästen, Stadttoren und Tempel kamen aus der Umgebung, davon allein aus Hida ungefähr 100 Handwerker, die einige bemerkenswerte Bauwerke schufen. Allerdings ist überliefert, dass einigen dieser Handwerker die Fronarbeit zu schwer wurde und sie das Gebiet verließen. Die Baumeister der berühmtesten Tempel in der Umgebung stammten überwiegend aus Hida. Auch der bekannteste Tempel in Hida – Sanbutuji – ist ein Zeugnis für den hohen Standard der Hida-Kunsthandwerker. Die Geschicklichkeit der einheimischen Künstler bildet auch heute noch die Grundlage des traditionellen Handwerks und der Künste in diesem Gebiet.

Am Ende der Muromachi-Ära (vor ungefähr 450 Jahren) ließ Takayama Geki eine Burg auf dem Tenjinyama bauen (jetzt unter dem namen Shiroyama, d.h. ‘Schlossberg’ bekannt). Aus diesem Grund wurde das Gebiet in der Nähe von Takayama Gekis Burg von diesem Zeitpunkt an als ‘Takayama’ bezeichnet.

1585 wurde das Gebiet Hida von Kanamori Nagachika erobert, der große Anstrengungen unternahm, die Kultur, die Stadt und die Tempel wieder zu beleben. Die Kanamori-Ära dauerte 107 Jahre an und hatte sechs verschiedene Herrscher während dieser Zeit.

Nach dem Ende der Kanamori-Ära stand Hida unter der direkten Verwaltung des Tokugawa-Shogunats. Die 1695 zerstörte Burg wurde in das Register der historischen Präfektur-Kulturerben aufgenommen; der Shiroyama Park ist der Standort dieser berühmten Burg. Die Zeitspanne vom Ende der Kanamori-Periode bis zum Ende des Tokugawa-Shogunates von Edo (Tokio) wird als Edo-Periode (1603 bis 1867) bezeichnet. Während dieser Periode war Takayama ein Vasallenstaat des Tokugawa-Shogunates. Diese Periode war Zeuge einer großen Umwälzung der japanischen Kultur, die über Jahrhunderte überliefert wurde und auch heute noch in Takayama anzutreffen ist. Die Direktverwaltung durch das Shogunat wurde von 25 Gouverneuren ausgeführt und dauerte 177 Jahre; sie überdauerte sogar die zahllosen Veränderungen, die Meiji-Periode mit sich brachte (1868). Im Jahre Showa 11 (1936) wurde dann dieses Gebiet zur Stadt Takayama. Diese Stadt wurde später mit mehreren anderen Städten und Dörfern vereinigt und im Jahre Heisei 17 (2005) mit neun weiteren Nachbarstädten und -dörfern zu einer Stadt zusammengefasst, deren Gebiet größer als Tokio ist.

In den jüngsten Jahren wurden keine Bemühungen gescheut, um den alten Charakter der Stadt beizubehalten und ein bequemes Umfeld auch für alle Senioren und Behinderten in der Bevölkerung der Stadt zu schaffen, wodurch eine ”hindernisfreie Stadt” unter dem Motto ”Eine Stadt, in der das Leben bequem ist, ist auch eine für Touristen freundliche Stadt” geschaffen wurde. Seit dem Jahre 2001 arbeitet die Stadtverwaltung hart daran, den Besuchern aus aller Welt höchstmöglichen Komfort zu bieten, wofür Broschüren, Informationen im Internet, Landkarten und Straßenzeichen erstellt wurden. Das Ziel dieser Initiativen ist es, zuverlässiges Referenzmaterial allen Besuchern zur Verfügung stellen zu können, damit diese die Stadt und deren historischen sowie traditionellen Attraktionen optimal genießen können.